Elimination Chamber 2018

Ich muss hier gar nicht lange ausholen, denn der PPV hat wegen eines einzigen Moments alles zerstört, was vorher in den Stunden aufgebaut wurde. Hätte der Main Event mit einer Überraschung geendet, dann würde ich die positiven Dinge des Abends nicht komplett in den Hintergrund rücken lassen.

Auch wenn ich bereits hier über Wrestling-Spoiler geschrieben habe und natürlich eine eigene Schuld trage, wenn ich mir diese durchlese, aber dennoch könnte die WWE doch auf die PPVs zwischen Royal Rumble und Wrestlemania einfach verzichten oder den Royal Rumble zeitnaher zu  Wrestlemania bringen. Wäre dies der Fall, dann wären Überraschungen weitaus einfacher zu gestalten und eine komplett vorhersehbare „Road to Wrestlemania“ mit langweiligen RAW und Smackdown braucht wirklich niemand über mehr als drei Monate.

Frauen betreten die Elimination Chamber

Einzig und allein der Gewinner im ersten Elimination Chamber Match der Frauen war noch recht offen und war ein wenig spannend. Die Konstellation mit mehreren befreundeten Frauen innerhalb des Matches wurde sauber erzählt und der Sieg geht so auch in Ordnung.

  • Das Tag Team Championship Match war ein ideenloser Lückenfüller.
  • Matt Hardy  musste den Sieg einfahren, sonst würde das Gimmick ins Leere laufen.
  • Asuka gegen Nia Jax war ein solides Match mit vorhersehbarer Gewinnerin.

Ronda Rousey unterzeichnet WWE-Vertrag

Das Highlight der Show war leider die Vertragsunterzeichnung von „Rowdy“ Ronda Rousey. Kurt Angle hat das Segment dominiert und auf wunderbare Art und Weise, auch mit der richtigen Portion an Humor, die Fehde zwischen den McMahons und Ronda Rousey fortgesetzt. Der Move gegen Triple H war definitiv ein Schocker und die fehlende Reaktion auf die Ohrfeige von Stephanie McMahon lässt lässt die Frage weiterhin unbeatnwortet, wenn es um die In-Ring-Skills von Ronda Rousey geht. Selbst so Kleinigkeiten, wie der Verzicht von Ronda Rousey von Sonderbehandlungen, haben Spaß gemacht. Hier wird ein bekannter Superstar auf eine noch nie dagewesene Art und Weise in das WWE Universum eingeführt. Ich freue mich auf die weiteren Entwicklungen.

Roman Reigns gewinnt Wrestlemania-Match gegen Brock Lesnar

Nach Wrestlemania 31 wird es bei Wrestlemania 34 wieder das Match zwischen Brock Lesnar und Roman Reigns geben. Auch wenn es bei Wrestlemania 31 am Ende ein strahlender Seth Rollins war, wurde bereits eine Wrestlemania rund um dieses Match aufgebaut. In den letzten drei Jahren hat es kein anderer Superstar in diese Riege geschafft oder soll ich besser sagen, dass niemand anderes so aufgebaut wurde von der WWE, so dass es zu diesem Match kommen muss? Ich denke mittlerweile, dass zweiteres der wahre Grund für dieses Match ist. Seit Wochen hoffen die Fans, dass es zu einer Überraschung kommt. Dann dominiert ein Braun Strowman das Match eigentlich so extrem, dass es keinen anderen Gewinner geben kann, doch aus dem Nichts zerstört Roman Reigns seinen Gegener auf der Zielgeraden.

Es standen sich sieben Superstars gegenüber. Strowman eliminiert fünf Gegner und wird am Ende von Reigns gepinnt. Wenn ein Strowman nicht gewinnen soll, dann hätten die beiden sich die Eliminierungen teilen können, um beide als Monster am Ende sich gegenüber zu stehen. Doch dies war leider nicht der Fall und so stellt dies Roman Reigns wieder zu Unrecht in ein falsches Bild, denn der Mensch Roman Reigns kann nichts für das Booking, doch er wird es nun wieder zu spüren bekommen. Wenn Dean Ambrose nicht verletzt wäre und die ganze Story rund um „The Shield“ aufgebaut worden wäre, dann hätten die Fans kein so ganz großes Problem mit dieser Konstellation. Doch wie soll ein selten anwesender Champion in eine Story, inklusive der Einbindung einer Gruppierung, eingebaut werden? Das geht nicht. Solange wir einen Champion haben, der nur begrenzte Auftritte im Jahr hat, wird es keine komplexen Geschichten rund um eine Titelverteidigung geben können. Der neue Herausforderer wird auf ewig in Form von Turnieren und Matches gesucht und gefunden, aber nicht durch wahre Fehden mit Emotionen, Hintergrund und eben einer Geschichte.

Eines muss ich auch noch sagen: Bitte lasst Braun Strowman nie wieder das T-Shirt ausziehen, denn was da zum Vorschein kam, zerstörte die Illusion einer menschlichten Maschine mit Stahl im ganzen Körper.

Bildquelle: YouTube-Kanal WWE

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